Portal 2 Single Player Review

Diesmal ist das Portal-Spiel ein Vollpreisspiel und nicht etwa eine niedliche Beilage zu Half-Life: Episode 2 und so weiter. Und man merkt es. Es ist umfangreicher. In Dingen Handlung, Grafik und Marketing-Kampagne (mit mehreren tollen Videos).

Man spielt wieder Chell, die, nachdem sie GLaDOS entkommen ist, nichts weiter erreicht hat, als wieder in dem endlosen Raum der Aperture Laboratories zu landen. Doch es ist einige Zeit vergangen und diesmal startet man nicht mit einer KI, die einen töten möchte, sondern mit einem knudelligen Robo-Augapfel, der mehr oder weniger helfen will.

In dem Spiel lernt man mehr über die Geschichte von Aperture. Man lernt über CEO Cave Johnson, man lernt über GLaDOS... Und alles in lustigen Durchsagen verpackt.

Die Rätsel sind nicht sonderlich kniffliger. Es gibt neue Elemente (bestimmte Gel-Sorten, die einen höher springen oder schneller rennen oder Portale auf sonst ungeeignete Oberflächen machen lassen) und es wurden ein paar Elemente aus dem ersten Spiel entfernt (diese verdammten Energiebälle, die man in die Dinger da lenken musste, wurden durch Laserstrahlen ersetzt). Ich habe hier und da mal gestockt, aber wer nachdenkt, kommt ganz gut durch. Es ist weder zu einfach und erst recht nicht zu schwer - auch wenn mir manchmal scheint, als habe ich nur zufällig das richtige gemacht. Man muss experimentierfreudig sein.

Insgesamt habe ich etwa neun Stunden für den Single Player Modus gebraucht. Das sind nicht viele, aber auf mich wartet ja noch eine Coop-Kampagne. Und die tollen Sprüche des Wheatley (das ist der Augapfel) und die Beleidigungen der GLaDOS machen das kurze Spiel besser als ein 20-stündiges Mistspiel. Außerdem ist das Finale wahnsinnig cool und der Credits-Song, auf den zumindest ich am meisten gespannt war (ja, irre, oder?), ist noch besser als Still Alive.

Ich halte mich eigentlich für einen Gelegenheitsspieler, aber auf Portal 2 habe ich Jahre gewartet und ich habe bin nicht enttäuscht worden. Das Spiel ist spitze.

...und das sage ich nicht, weil Chell ein wenig Kleidung gelassen hat.