Hauchdünne Schokolade

Hach, Weihnachten. Das Fest des Fraßes. Wo man Schokolade und Geld verschenkt. Das Geld ist ausgegeben, die Schokolade ist fast aufgegessen.

Fast, denn natürlich hebt man sich die teure Schokolade für die besonderen Momente auf. Zum Beispiel wenn man vor der Glotze sitzt und X-Diaries auf RTL2 guckt. Und dann sitzt man da (nicht wirklich, ich gucke das nicht) mit der teuren Schokolade: Hauchdünn ist sie und nur das beste vom besten.

Das ist so wie das Essen, was man in so Dokus sieht. Das Essen für Reiche. Zwei Sahnespritzer und etwas Pulver drauf (pulverisierte Schokolade oder Gold oder Yachten). Wo ist da der Spaß? Klar, etwas hat mehr wert, wenn weniger davon da ist. Aber ich kaufe nicht Schokolade, weil sie 1mm hoch ist und sich über 2m² erspannt. Ich kaufe Schokolade, weil ich in Schokolade beißen will.

Schokolade ist nicht besser, wenn sie hauchdünn gegessen wird. Sie ist sogar schlechter! Ich sitze vor einem aufwändig verpacktem etwas, bei dem ich erst vier Minuten brauche, um an die Schokolade zu kommen, und dann nehme ich ein Plättchen in den Mund, fühle mich verarscht und nehme ein weiteres. Und dann ist die hauchdünne Schokolade weg. Tja, sauber gemacht, Tobi.

Lieber zur Milka Tafel oder Ritter Sport greifen. Da hat man was zwischen den Zähnen. Sahnespritzer sind für Loser. Für reiche Loser.