Es gibt zwei Dinge, die ich in Heldisch getan habe und auf die ich nicht stolz bin: Die "Electric Gal fühlt sich dick"-Geschichte und "Week One".
Week One habe ich vor drei Jahren geschrieben und wollte es nicht umsonst geschrieben haben. Also setzte ich es nun endlich um. Nur dass ich meine, behaupten zu können, in den letzten drei Jahren zumindest ein bisschen was übers Geschichtserzählen dazugelernt zu haben. Und auch wenn ich manche Elemente in Week One immernoch gut finde, ist Week One eine Geschichte, die ich heute nicht mehr so schreiben würde. Luft und Feuer habe ich vor langem geschrieben. Der Comic, dessen 24 Seiten ich fertig gezeichnet hatte, war aber Müll. Ich habe ihn gelöscht und stattdessen in Comicstripform in Heldisch umgesetzt in einer Art, mit der ich zufrieden bin.
Ich werde nie wieder Geschichten, die älter als ein Jahr sind, umsetzen, ohne sie komplett neuzuschreiben. Yay, Tobi lernt noch was in seinem Alter!
Außerdem war der Zeichenstil in Week One einfach nicht mein Ding. Man kann auch sehen, wie ich gegen Ende immer mehr zu meinem üblichen Stil zurückging, nur versteckt durch vollkommen sinnfrei gesetzte Schraffur. Ab und zu machte es Spaß, so zu zeichnen. Aber letztendlich war das die dümmste Idee an dem ganzen Week One Projekt.
Heute endete Week One wie geplant (nun gut, ich gestehe, ich habe zwischendrin einige Seiten ausfallen lassen, weil sie nur für zukünftige Comics von Relevanz wahren und ich es irgendwann schneller hinter mich haben wollte). Wieso habe ich es nicht mittendrin abgebrochen? Weil es sich nur um höchstens 24 Seiten handelte. Aber vor allem weil Leute, die in fünf Jahren das Heldisch-Archiv durchstöbern, nicht einen Abbruch erleben sollten. Sie würden dann nicht die Facebook-Fanseite oder meinen Blog nach Erklärungen absuchen. Sie würden sich nur wundern, wieso es plötzlich aufhört. Es tut mir leid, dass ich ein drittel dieses Heldisch-Jahres mit Week One vergeudet habe.
Heldisch bleibt ein Comicstrip. Wenn ich nochmal so ein Projekt raushauen werde, werde ich es parallel oder einfach gar nicht machen.